Ich sitze in einer Warmen Quelle die aus dem Wasserfall im Hintergrund kommt

Wasserfälle und warme Quellen

Also…jetzt mal ein Blog über zwei Tage, aber gestern hab ich es einfach nicht geschafft, weil ich ja noch was für Irland, Schottland und Griechenland planen muss. Ja, ich weiß, faule Ausrede.

Wie war das noch….gestern morgen sind wir von Rabo de Peixe zuerst noch einmal zum Santa Barbara Strand gefahren, der witzigerweise nicht wirklich in der Nähre vo Santa Barbara liegt (eher so 20min entfernt). Da die Sonne schien sind wir mit den Füßen ins Wasser gegangen und ich bin wie das Kind, was ich irgendwie bin, in die Brandung gelaufen und zurück und am Strand entlang. Nichts fühlt sich besser an als der Atlantik.

Nach einer Weile am Meer sitzen und den immernoch extremen Wellen beim brechen zusehen sind wir dann zu Caldeira Velha gefahren, heißen Quellen und einem warmen Wasserfall. Dort haben wir es uns erst einmal gut gehen lassen und viele Fotos am Wasserfall gemacht.

Dann sollte es weiter zu einem Wasserfall in der Nähe gehen. Es gab zwei mögliche Wege: Der erste war wegen einem Rennen, welches hier nächste Woche statt findet abgesperrt und polizeilich bewacht. Der zweite war wieder einmal eine extrem steil-abfallende schlecht-ausgebaute Straße. Somit haben wir den Wasserfall Wasserfall sein lassen und sind die szenische Route zu unserer Unterkunft gefahren.

Heute morgen sind wir dann zuerst zu einem Aussichtspunkt mit einem verfallenen Hotel gefahren. Das Hotel war laut Internetrecherche (natürlich nachher, weil wir gerne uninformiert sind) für nur 9 Monate in Betrieb, bevor es 20 Jahre lang leer bewacht wurde, und es dann 2010 verlassen und in seine Bestandteile wie Türen, Möbel und Fahrstühle zerlegt wurde. Es sieht wirklich gruselig aus heutzutage. Die vielen Touristen die teilweise mit ihren Kindern, unverantwortich, wie ich finde, nehmen dem ganzen jedoch einiges an Gruselfaktor. Der Keller war uns jedoch nach wie vor zu unheimlich. Das Hotel steht großteils mindestens einen halben Zentimeter unter Wasser und der Teppichboden, der an einigen Stellen noch vorhanden ist, macht ein schauriges Matschgeräusch. Moos und Schimmel sind an allen Wänden, schließlich ist die Luftfeuchtigkeit hier gefühlte 1000% und dort oben soll es laut Internet 200 Tage im Jahr regnen. Von eingien Balkonen wachsen ein paar grüne Pflanzen, die dem ganzen etwas von einer Urwaldruine verleihen. Die Wände im Inneren sind von Graffiti geziert, was dem ganzen einen Urbanen charme verleiht mit ironischen Graffitis wie „Azores Horror Story“. Da sich der Himmel zuzog und Nebelwolken alles bedeckten, verschoben wir unsere Wanderung in der Nähe auf morgen.

Um noch etwas Sonne zu genießen sind wir dann nach Ponta Delgada gefahren. Zwischendurch bat ich Eva meine Sonnenbrille zu suchen, ohne Erfolg…ich erinnerte mich, dass ich sie vor der Abfahrt vom Hotel noch auf dem Dach liegen hatte. Na toll, also die restlichen Tage Azoren ohne Sonnenbrille. Unsere Wege wurden gelegentlich von ein paar Rennwagen gekreuzt. Vermutlich hat uns jemand Berühmtes für unsere Geduld bei einem Checkpoint, der die Straße versperr, gedankt…wir tun mal so als ob. In Ponta Delgada angekommen öffnete ich den Kofferraum und es machte plock…Meine Sonnenbrille hatte sich im Spalt zwischen der Kofferraumklappe und dem Dach festgehalten und war trotz vielen Kurven noch immer da. Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder. In der City waren wir etwas bummeln und haben dann zum Abschluss nochmal einen Forzen Yoghurt mit ganz vielen Früchten und anderen Zutaten ausprobiert. So viel ist also nicht passiert. Morgen mehr.

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