{"id":460,"date":"2018-04-17T21:08:59","date_gmt":"2018-04-17T20:08:59","guid":{"rendered":"https:\/\/sophiasabenteuer.wordpress.com\/?p=460"},"modified":"2020-05-31T08:32:49","modified_gmt":"2020-05-31T08:32:49","slug":"ruhe-vor-dem-sturm-und-der-heimreise","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/soph.vantures.eu\/?p=460","title":{"rendered":"Ruhe vor dem Sturm&#8230;Und der Heimreise"},"content":{"rendered":"<p>In Oban angekommen, habe ich direkt zwei nette US-Amerikanerinnen kennen gelernt: Abigail, kurz Abs, aus Alaska und Julie aus Vermont. Aber durch die Reise war ich so tot, dass ich direkt ins Bett gegangen bin. Am n\u00e4chsten Morgen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck bin ich direkt mal in die TouristenInfo gegangen. Ich hab geh\u00f6rt hier kann man einen sch\u00f6nen Tagesausflug mitm Boot machen und sich ein paar der Inseln hier ansehen. Leider f\u00e4hrt der eine Anbieter, den sie dort verkaufen erst Donnerstag wieder (es ist Samstag), aber ich kann es gegen\u00fcber beim Busunternehmen versuchen oder auch die F\u00e4hre nach Kerrera, die Insel direkt vor Oban, nehmen. Das Busunternehmen f\u00e4hrt auch nicht, weil es anscheinend zu windig ist. Okay, dann vielleicht die F\u00e4hre nach Kerrera, aber der Anleger ist au\u00dferhalb und dann noch auf der Insel&#8230;Ich hab die Schnauze gestirchen voll vom wandern, aber man kann auf der F\u00e4hre kostenlos Fahrr\u00e4der mitnehmen, die man hier in Oban mieten kann. Zuf\u00e4llig hab ich Abs auf der Stra\u00dfe getroffen, Oban ist schlie\u00dflich ein kleines Dorf. Zusammen wollten wir mal im Fahrradladen nachfragen, wie teuer es ist ein Rad auszuleihen. 25 Pfund, och, das geht doch&#8230;leider haben sie Sonntag und Montag zu&#8230;ich wiederhole, wir haben Samstag und Dienstag reisen sowohl Abs und ich ab. Gut, ich fahre erst Dienstag abend&#8230;dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-466 size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc09531439605648.jpg\" width=\"3000\" height=\"1987\"><\/p>\n<blockquote><p><i>Der <\/i><i>Blick vom Hostelzimmer, quasi.<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Aus Langeweile und Verzweiflung heraus sind Abs und ich einfach eine weile am Wasser entlang gelaufen und haben Oban erkundet und uns kennen gelernt. Auf dem R\u00fcckweg, haben wir dann noch eingekauft und den restlichen Tag strickend, lesend und malend im Hostel verbracht&#8230;haben ja schlie\u00dflich genug Zeit. Gut, ich habe Oban mit dem Wissen gebucht, dass es hier nicht viel zu unternehmen gibt&#8230;aber nichts ist dann doch etwas weniger als ich dachte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-464\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc_29311128694336.jpg\" width=\"2592\" height=\"1944\"><\/p>\n<blockquote><p><i>Abs und ich.<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag war das Wetter gro\u00dfartig, also sind wir etwas n\u00f6rdlich von Oban an den Strand gegangen und haben uns dort etwas zum Lesen hingesetzt. Auf dem R\u00fcckweg haben wir die T\u00fcten auf denen wir gesessen haben zum M\u00fcll einsammeln genutzt. Es ist wirklich furchtbar, wie viel M\u00fcll hier in Schottland rum liegt&#8230;aber ich glaube, da habe ich mich letztens erst dr\u00fcber aufgeregt. Wir haben drei einhalb Einkaufst\u00fcten eingesammelt. Ich bin sp\u00e4ter noch alleine zum Turm hier in Oban gegangen. Sonst war der Tag ereignislos.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-467 size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc0996177010292.jpg\" width=\"3000\" height=\"1987\"><\/p>\n<p>Montag sind wir zusammen zum Aussichtspunkt Pulpit Hill gelaufen&#8230;der Name erinnert an Pulpit Rock auch bekannt als Preikestolen in Norwegen&#8230;die Aussicht ist die H\u00f6henmeter nicht wert. Selbst die immer-positive Abs war wirklich entt\u00e4uscht und so haben wir uns ein neues Ziel gesetzt, was sicher eine bessere aussicht hat. Hinter uns auf einem h\u00f6heren Berg war ein Funkmast. Das war unser Ziel, welches erstaunlich schnell erreicht war, sobald wir mithilfe von Google Maps Satellitenbildern den Weg gefunden hatten. Von dort erstreckten sich wundersch\u00f6ne H\u00fcgel in gr\u00fcn, orange und leicht rot links von uns. Diese H\u00fcgel schrien wirklich danach erklommen zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc0061_edited420067927.png\"><\/p>\n<p>So sind wir noch etwas auf den H\u00fcgeln entlang gewandert, bis wir auf einer Schafwiese standen. Da wir die Schafe nicht st\u00f6ren wollten und wir ein Schafshorn gefunden hatten und nicht von dem fluffigen Biest, welches dieses verloren hatte, attackiert werden wollten, sind wir umgedreht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-468 size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc00631820957509.jpg\" width=\"3000\" height=\"1987\"><\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Hostel haben wir dann unsere B\u00fccher fertig gelesen&#8230;wir hatten wirklich wirklich viel Zeit. Dann kam Julie wieder, sie war die letzten Tage auf Mull, einer der Inseln. So sind wir dann alle an unserem letzten Abend in Oban in den Pub gegangen&#8230;bzw in zwei verschiedene Pubs. Aber weil ich noch duschen musste und es allgemein eine dumme Idee gewesen w\u00e4re sind wir dann nach zwei Os\u00e4ften f\u00fcr mich wieder nach Hause aufgebrochen. Dort haben wir dann noch eine Runde Karten gespielt bevor es ins Bett ging.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-465 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc0081415514851.jpg\" width=\"3000\" height=\"1987\"><\/p>\n<blockquote><p><i>Oban von oben&#8230;entschuldigt<\/i>, das musste sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mein letzter offizieller Reisetag begann mit relativ fr\u00fchem Aufwachen zu Wind und Nebel. Zu dritt haben wir dann erstmal alle zusammen gefr\u00fchst\u00fcckt, bevor es ans endg\u00fcltige packen ging. Dann haben wir uns alle verabschiedet. Trotz bestehendem Wind von 17 Meilen die Stunde, was auch immer das hei\u00dft, starken B\u00f6hen und einer Hohen Regenwahrscheinlichkeit, hab ich mich entschlossen mir ein Rad zu mieten und auf Kerrera \u00fcberzusetzen. Pustekuchen. Der F\u00e4hrmeister meinte, dass es sein kann, dass ich heute nicht mehr zur\u00fcck komme&#8230;da mein Flieger mit oder ohne mich fliegt, hab ich mich nach einer kleinen Krise daf\u00fcr entschieden einfach die Stra\u00dfe entlang nach Gallanach oder so zu fahren&#8230;unterwegs habe ich an jedem Ort der auch nur ann\u00e4hrend sch\u00f6n war gehalten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-463 size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc0104_edited-22141231058.jpg\" width=\"1987\" height=\"3000\"><\/p>\n<p>Irgendwann kam dann das Tor der Grauens. WIESO verkauft und baut man denn bitte ein Haus und dickes, fettes Metalltor, welches nur mit Code oder auf Anfrage aufgeht, auf eine ganz normale \u00f6ffentliche Stra\u00dfe??? Leider hat die britische H\u00f6flichkeit weider abgef\u00e4rbt, sonst h\u00e4tte ich einfach alle Kombinationen ausprobiert, bis es explodiert oder so. Naja, dann musste ich wohl umdrehen&#8230;erstmal habe ich in der N\u00e4he auf einem Baum, der perfekt als Bank dient Mittag gemacht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-469 size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc0123_edited1145631805.png\" width=\"3000\" height=\"1987\"><\/p>\n<p>Dann ging es langsam wieder zur\u00fcck, aber auf einem anderen Weg&#8230;Achja, habe ich eigentlich schon den starken Wind erw\u00e4hnt? Den Gegenwind? Das war wirklich nervig und anstrengend. Aber hey, ich habe noch ein paar Schafe am Wegrand gesehen und mir in Oban schonmal mein Zugticket und noch ein Souvenir geholt. Die Frau im Handarbeitsgesch\u00e4ft meinte, dass schie\u00dfmichtotwas Castle auch sonst sch\u00f6n ist und mit dem Rad erreichbar&#8230;ich habe mal Google Maps befragt&#8230;24 Minuten, okay. 160 H\u00f6henmeter? (Sp\u00e4ter hat sich rausgestellt, dass es H\u00f6henfu\u00df waren&#8230;so oder so, bei den Regenschauern, war es besser so.) Nein danke, ich bin heute schon genug hoch und runter gegurkt&#8230;au\u00dferdem, bin ich dezent aus der \u00dcbung. So habe ich das Rad zur\u00fcck gegeben, mein Gep\u00e4ck aus dem Hostel geholt und sitze jetzt im Schokoladencafe. So wie es gerade gegossen hat, bin ich ganz froh, dass ich nicht irgendwo rumgurke. Hier werde ich jetzt sitzen, bis das Cafe um 5 schlie\u00dft, dann gehe ich in ein Restaurant oder in einen Pub und Esse ne Kleinigkeit, bis um 6 dann endlich mein Zug kommt. Dann fahre ich zu Caitlin und nehme morgen fr\u00fch den Flieger nach Hause&#8230;und so endet dann mein Abenteuer erstmal wieder. Aber in weniger als einem Monat geht es ja schon wieder weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Oban angekommen, habe ich direkt zwei nette US-Amerikanerinnen kennen gelernt: Abigail, kurz Abs, aus Alaska und Julie aus Vermont. Aber durch die Reise war ich so tot, dass ich direkt ins Bett gegangen bin. Am n\u00e4chsten Morgen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck bin ich direkt mal in die TouristenInfo gegangen. 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