{"id":617,"date":"2018-07-14T22:28:13","date_gmt":"2018-07-14T21:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/sophiasabenteuer.wordpress.com\/?p=617"},"modified":"2020-05-31T08:15:38","modified_gmt":"2020-05-31T08:15:38","slug":"damals-im-surfcamp","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/soph.vantures.eu\/?p=617","title":{"rendered":"Damals im Surfcamp"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe die Blase in der sich das Surfcamp befindet verlassen und habe auch Zeit um zu berichten.<\/p>\n<p>Es war anders als letztes Jahr, aber genauso gro\u00dfartig. Am ersten Tag habe ich Michele, 15 und aus Estland, kennen gelernt, weil sie als einzige noch vor mir ankam. Wir sind dann am Strand schwimmen gewesen und haben Tischtennis gespielt. Und ja ich wei\u00df was ihr denkt, seit wann spielt Sophia gerne Tischtennis und gibt sich mit so jungen Menschen ab, aber Michele ist echt super cool, wir haben uns gleich verstanden und sind so miserabel im Tischtennis, dass unser gemeinsames Ziel ist den Ball nicht zu verlieren, koste es was es wolle (Regeln kennen wir nicht). Sp\u00e4ter kamen dann noch ein Haufen Deutsche\/\u00d6sterreicher\/Schweizer an und obwohl ich eher weniger begeistert war, waren die meisten doch ziemlich nett.<\/p>\n<p>Ich hab mir mit Kathi aus \u00d6sterreich ein Zelt geteilt, das war gro\u00dfartig, weil wir ein Bett frei hatten und somit keine Platzprobleme, verstanden haben wir uns nat\u00fcrlich auch gut.<\/p>\n<p>So ganz so viel vom ersten Tag wei\u00df ich nicht mehr, ist ja schon ne Woche her&#8230;am ersten Tag hab ich auch Daniel, 19 aus der Ukraine, kennen gelernt, der Informatik studiert und direkt mal mein Wissen testen musste, Gott, wie ich es hasse, wenn M\u00e4nner sich immer gleich profilieren m\u00fcssen! Wehe die in meinem Studiengang sind auch so&#8230;dann mach ich ne Umschulung zum Surflehrer. Matt, gute Frage aus England, zum Beispiel ist nicht so, der studiert Mathe und Physik und hat seine These \u00fcber Big Data gemacht (womit ich mich ja auch besch\u00e4ftigt habe), wir haben uns geeinigt, dass es cool ist und haben dann das Thema gewechselt.<\/p>\n<p>Aber zum Gl\u00fcck sind die meisten Menschen im Surfcamp voll okay. Genau wie meine Gruppe mit der ich Unterricht hatte, an sage und schreibe drei Tagen hatten wir VIER Stunden Surfen&#8230;wir sind gemeinsam gestorben aber haben es durchgezogen. Madeleine, Olympiamedalliengewinnerin aus \u00d6sterreich, und ich haben oft beim warten auf die Welle gequatscht und dann die selbe Welle, eine so genannte Partywelle, genommen. Manchmal sind wir dabei ineinander gesurft und oft hatte eine von uns ein Whipe out, wenn man die Welle nicht richtig erwischt und sie einen umhaut. Leider hatten wir meist mit einer Gruppe junger Spanierinnen zusammen Unterricht, die jederlei Surfregeln misachtet haben (oder nicht kannten, weil sie nicht zur Theoriestunde gegangen sind) und uns in den Weg gefahren oder nicht aus dem Weg gegangen sind. Gegen Ende der Woche hatten wir sie so weit, dass sie uns aus dem Weg springen, weil wir es satt hatten, gute Wellen sausen zu lassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-623 size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/07\/img-20180714-wa0025.jpg\" width=\"1200\" height=\"1600\"><\/p>\n<p>Arianna, \u00dck\u00fcl, Astrid, Bao, Sarah, Kathi, Madeleine, ich, Yasmina und Kaspar<\/p>\n<p>Wir sind wieder zur gleichen Stelle gewandert, wie letztes Jahr, um den Sonnenuntergang anzusehen, das war echt sch\u00f6n, weil wir dieses Mal p\u00fcnktlich waren. Dann hatten wir noch einen Filmabend, leider haben wir wieder nicht den coolen Film \u00fcber surfende Pinguine gesehen, also habe ich den Abend mit ein paar Anderen Deutschsprachlern verbracht&#8230;die z\u00e4hle ich jetzt aber nicht alle auf. Am Beerpong Tounier habe ich nat\u00fcrlich auch nicht teil genommen und mit nach Comillas zum Club Fiesta Fiesta bin ich dieses mal auch nicht mit. Josh, 27 aus Wales, hat mir stattdessen geholfen ein Geschenk zu basteln, so war mir nicht langweilig. Was soll ich sagen, ich brauch halt meine 8h Schlaf, was soll ich sagen. So habe ich zwar einige lustige Geschichten verpasst, aber umso mehr Wellen erwischt.<\/p>\n<p>Achja, das Camp ist dieses Mal so Deutsch, dass selbst zwei von drei Surflehrern in Deutschland aufgewachsen sind\/flie\u00dfend Deutsch sprechen. Gut, mir solls egal sein, ich kann Englisch und es gab ja dann doch so eine Hand voll Briten im Camp, mit denen man das sprechen konnte. Es waren \u00fcbrigens kaum Leute vom letzten Jahr da, nur Hannah die Campleiterin und Casey, einer der &#8222;Bauarbeiter&#8220; (naja, hier wird alles aus Holz und Bambus gebaut). Aber wie sich sp\u00e4ter herausstellte, war Artur, 23 (was hab ich falsch gemacht, dass ich jetzt nicht sein Leben lebe) aus Kastachstan\/Deutschland, letztes Jahr bei Dreamsea, dem Camp das am Strand meist &#8222;nebenan&#8220; ist. Das war einer der Typen, von denen Lauren immer meinte, dass Dreamsea die h\u00fcbschesten Surflehrer hat, und denen wir immer zuwinken sollten. Er meinte auch, ich komm ihm irgendwie bekannt vor&#8230;ich w\u00fcrde gerne zur\u00fcckspulen und mir die erste Begegenung nochmal ansehen&#8230;wieso geht sowas nicht? Und Alex, 22 aus Glasgow, der neue Barkeeper war auch letztes Jahr dort&#8230;den habe ich so komplett vergessen&#8230;mal sehen, ob er auf irgendwelchen alten Fotos im Hintergrund ist oder so. Matteo, gute Frage aus Glasgow, ist Surfassistenzlehrer und war letztes Jahr auch dort&#8230;vielleicht&#8230;naja, was solls, kenne die Menschen ja jetzt und sie sind gro\u00dfartig, aber sp\u00e4ter mehr dazu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-625 size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/07\/gopr0919_000000.jpg\" width=\"2704\" height=\"1520\"><\/p>\n<p>Es gab dieses Mal wieder einen Ausflug, diesmal nach Santander&#8230;St\u00e4dtetrip oder Surfen&#8230;keine Frage, surfen nat\u00fcrlich! Erstaunlicherweise sind der gro\u00dfteil meiner Freunde auch im Camp geblieben und surfen gegangen. So war ich dann mit Madelein, ihrer Freundin Sarah und noch ein paar anderen surfen. Abends sind \u00dck\u00fcl, 25 aus M\u00fcnchen, Astrid, 32 aus M\u00fcnchen, Yasmina, 17 aus Frankfurt, Bao, 17 aus K\u00f6ln, Arianna, 18 aus Kassel, wohnt jetzt in Singapur und Kathi meine Mitbewohnerin und ich dann nach San Vincente mitm Taxi zum Essen gefahren. Es gab Paellas f\u00fcr alle, vegetarische, normale und welche mit Tintenfisch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-620 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/07\/20180714_221337.jpg\" width=\"4928\" height=\"3264\"><\/p>\n<p>Dann war auch schon der letzte Tag gekommen. Wir hatten erst um 2 Surfstunde, also haben Madeleine, Sarah und ich noch im Camp gechillt, weil wir einfach zu blass sind um so lange am Strand zu brutzeln. Die letzte Surfstunde war echt cool, wir sollten Tricks ausprobieren f\u00fcr den Surfwettbewerb danach. Auf dem Longboard mit Rollen daheim, habe ich genau einen Trick drauf, den habe ich ausprobiert und abge\u00e4ndert. Das klappte wirklich erstaunlich gut, die \u00dcbung vom Vortag hat sich ausgezahlt, schon w\u00e4hrend der Stunde waren die Surflehrer beeindruckt&#8230;ich auch! Der coolen Artur oder wie der Trick wirklich hei\u00dft, wenn man mit beiden Beinen zusammen nach vorne aufm Brett steht und sich l\u00e4ssig nach hinten lehnt, hat auch geklappt. Dann gab es eine Kriegsbemalung von Artur. Das links ist Kaspar, 25 aus der Schweiz.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-619\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/07\/20180714_154057.jpg\" width=\"4928\" height=\"3264\"><\/p>\n<p>Im Wettbewerb haben neben mir noch 13 andere Teilgenommen. F\u00fcr 10 Minuten haben wir gesurft und jede akzeptable Welle genutzt. Ich habe meinen Trick, einen 180 oder Switchfoot vorgef\u00fchrt, bei dem ich hochspringe, mich um 180 Grad (wer h\u00e4tte es gedacht) drehe und nebenbei noch ein Shaka mit der Hand mache. Nach Strand Yoga, Abendessen und etwas Party, habe ich dann erfahren, dass ich einen Preis in der Kategorie Bester Trick gewonnen habe. Ein Tshirt und eine Trinkflasche auf der &#8222;Best Trick 2018&#8220; steht, gabs daf\u00fcr. Das war verdammt cool. Ich hab dann noch von allen die Kontaktdetails gesammelt und von Artur ein paar Surfspots in Portugal erfahren&#8230;bin extrem motiviert im September surfen zu gehen&#8230;vielleicht sollte ich meinen Master doch am Meer machen&#8230;und Lucia, gute Frage aus der Slowakei, wohnt jetzt auf Fuertaventura und unterrichtet Yoga und Surfen, habe ich auch mal wieder gesehen, wir haben uns Anfang der Woche \u00fcber Fleisch essen und Grausamkeit gegen\u00fcber Tieren unterhalten.<\/p>\n<p>Achja, das Thema der Feier war Geschlechtertausch&#8230;da mein Kleiderschrank so ziemlich halb halb ist, war das f\u00fcr mich eher nicht so spannend. Aber Artur sah einfach unversch\u00e4mt gut in dem Kleid aus. Matt haben wir etwas ge\u00e4rgert und ihm gezeigt, wie \u00e4tzend Kerle sein k\u00f6nnen&#8230;ist ja seine Schuld, wenn er so aufreizend ruml\u00e4uft. Nein, nat\u00fcrlich nicht!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-622\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/07\/20180714_220552.jpg\" width=\"3050\" height=\"3264\"><\/p>\n<p>Lucia, ich und Artur<\/p>\n<p>Danach ging die Feier noch in eine Bar, da der letzte Abend ist und ich morgen nicht surfen kann, bin ich dann sogar mal mit gegangen. Bla bla bla, viel gelaber. Zum Abschied wollte Matteo mich garnicht loslassen, locker 10 Mal hat er mich dr\u00fccken m\u00fcssen, bevor ich gehen durfte. Er war einfach \u00fcberw\u00e4ltigt, weil selbst er den 180 nicht hinkriegt. Und dass ich Talent h\u00e4tte und da ein Surfurlaub im Jahr nicht ausreicht und vielleicht seh ich ihn im September ja in Portugal und wie gut ich Wellen einsch\u00e4tzen kann. Gut, zugegeben, er war etwas betrunken, aber ums auf S\u00fcddeutsch zu sagen &#8222;G\u00f6 war der s\u00fc\u00df!&#8220;.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-621 size-full\" src=\"https:\/\/sophiasabenteuer.files.wordpress.com\/2018\/07\/20180714_220631.jpg\" width=\"3264\" height=\"4928\"><\/p>\n<p>Xenia (Schweiz) und Matteo<\/p>\n<p>So habe ich wieder ein paar neue Freunde in allen Teilen der Welt&#8230; Madeleine und Sarah meinten auch ich sollte mal vorbei schaun.<\/p>\n<p>Jetzt sitze ich in San Sebastian und bin \u00fcberfordert, weil ich meinen Tag und Essen und alles selbstst\u00e4ndig planen muss&#8230;ganz ungewohnt nach der letzten Woche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe die Blase in der sich das Surfcamp befindet verlassen und habe auch Zeit um zu berichten. Es war anders als letztes Jahr, aber genauso gro\u00dfartig. 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