Erstmal die Vorgeschichte. In Norwegen hat fast jede Familie eine Hütte im Wald oder auf nem Berg etwas außerhalb, eine Art Wochenendhaus. Dort kann man im Sommer wandern und im Winter Ski fahren. Diese Hütten gibt es heutzutage für jeden Komfort von rustikal bis ‚besser als das richtige Haus‘.
Als ich von der Hüttentour gehört habe, welche die Zeitung PUTSJ, für die ich Fotos und für die Website auch Videos mache, war sofort klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen kann.
Freitag nachmittag haben wir uns alle, natürlich ist nicht die ganze Redaktion mitgefahren, wir waren nur zu zwölft, am Hauptbahnhof getroffen und den ganzen Einkauf zum Tragen verteilt. Nach nur einer halben Stunde Metro fahren und einer halben Stunde laufen…naja, was heißt hier nur…wir haben uns verlaufen, weil unsere Karte mehr als sporadisch war und dann einen Schleichweg gefunden. Dieser tolle Weg führte ziemlich steil den Berg hoch, im Angesicht der Tatsache, dass wir alle wirklich viel geschleppt haben, da wir ja auch am Wochenende arbeiten wollten (sprich: Kamera, Laptop, etc.) aber wir hatten keine Lust, den halben Weg wieder zurück zu laufen.
Dort angekommen, mussten wir erstmal den Schlüssel und die richtige Hütte finden, es gab zwar nicht viel zur Auswahl, aber wenn man müde ist und naja… Dann erstmal Betten verteilen…zum Glück habe ich noch ein Bett, naja ein halbes, im spinnenfreieren und wärmeren Haus bekommen. Halb deshalb, weil ich mir mit Susanne das Doppelbett geteilt habe.
Dann haben wir uns schnell ans Abendessen kochen gemacht, es gab Burritos! Danach haben wir noch ewig lange an dem großen Esstisch gesessen und zum Beispiel aus dem riesen Quizbuch von Maria fragen beantwortet. Netterweise hat sie diese übersetzt, wobei mein Norwegisch sich dieses Wochenende zwangsweise verbessert hat. Die Norweger, wissen wirklich, wie man es kuschelig hat (in Norwegen ist koslig, ausgesprochen wie kuschelig ohne e und g, ein sehr beliebtes Wort und Motto). Es war wirklich gemütlich mit Kaminfeuer, vielen Kerzen, Schokolade und Franz und Edvard die mit dem Radio aus grauer Vorzeit spielen.

Am nächsten morgen sind wir, obwohl wir eine Stunde später als geplant aufgewacht sind, viel zu früh aufgestanden…das Bett war sogar bequem und Susanne hat sich auch nicht breit gemacht, aber bei einem Lattenrost, naja eigentlich nur Latten, auf Holz hört man sehr gut, wenn sich jeder umdreht. Zum Glück war ich nicht in der Gruppe, die Frühstück gemacht hat.
Danach gab es ein paar weise Wort über Journalismus, ich habe währenddessen einfach norwegisch gelernt, ich bin ja eh nicht zum Schreiben hier, nur zum Fotografieren und Filmen. Zum Mittagessen haben wir uns alle raus gesetzt, so gut war das Wetter und es gab sogar noch Waffeln (auch sehr traditionell!).
(Hier sehen wir von links nach rechts: Sigrund, Franz, Edvard und eine halbe Susanne)
Nach dem Essen haben wir erstmal eine Pause gemacht und sind eine Runde durch den Wald gewandert…das ist wirklich wunderschön hier und man geht auch wirklich durch Pfade im Wald, nicht auf einem Weg, den ein Bulldozer für die Militärfahrzeuge frei gemacht hat. Dann haben wir Themen vergeben, wer was für das nächste Magazin und für die Website ausarbeitet. Weil die Schriftsteller danach an ihren Artikeln gearbeitet haben, sind wir Fotografen (außer Franz, der musste nach einem geeigneten Hintergrund für unsere Profilfotos für die Zeitung suchen) in den Wald gegangen und haben uns mehr oder weniger eingesaut für ein paar schöne Fotos.
Hier kann man einfach so im Wald Blaubeern pflücken.
Dann gab es auch schon wieder Abendessen. Diesmal haben wir danach eine andere Art von Quiz gespielt, direkt mehrere Runden: Songraten. Nun weiß zum Beispiel meine Mutter schon, dass mein Team gewonnen hat, aber ich würde das trotzdem gerne ausschmücken. Mein Team waren übrigens in der ersten Runde Edvard und Kristine und in der zweiten kam noch Maria hinzu oh und unser Geäusch, um mitzuteilen, dass wir die Antwort wissen war lülülü. Die erste Runde hat Franz geleitet und ich kannte im Grunde nur ein Lied mit Titel und Interpret, aber als Dina dann übernommen hat, war ich auch endlich hilfreicher. Manchmal habe ich mich sogar selbst überrascht, das jahrelange Radio im Badezimmer, Auto und der Küche Hören hat sich ausgezahlt, wenn man „Big in Japan – Alphaville“ kennt oder diverse Titelmelodien, die zwar alle kennen, aber von denen Niemand den Interpreten wusste. Im Grunde war der Abend unendlich lang, wir haben etwas Yoga auf dem Boden gemacht, viel und intensiv geredet, über Urlaubs- und Lebensziele. Irgendwann haben Susanne und ich uns dann auch entschlossen, so gemütlich es auch war, schlafen zu gehen. Achja, habe ich schon erwähnt, dass es dort zwar fließend Wasser, aber trotzdem nur ein Plumsklo gab?
Am nächsten Morgen gab es noch Frühstück und dann war aufräumen und sauber machen angesagt. Dann sind wir, diesmal den einfachen Weg (norweger verstehen etwas ganz anderes unter dem Begriff einfacher Wanderweg, als wir Deutschen…naja, ich habs überlebt…gerade so) zurück gegangen und das wars dann.


Artikel prima. Du enttäuscht mich nicht. Weiter so und Jegönsker deg en fin uke.
Hy Liebes, deine letzte Veröffentlichung vom 25.9. ist bisher nicht ergänzt worden. Ich/ wir warten! Nun naht ein (bei uns ein langes WE 3Tage) vielleicht findest du Zeit und Text. denn wir warten darauf–oder scvhreib einmal kurz soo Herzliche Grüsse Deine Oldies
Ach Opa, hier gibt es nicht viel zu berichten, nur eine langweilige anstrengende Uni Woche 🙁 aber ich kann mir ja was aus den fingern saugen 🙂
Ach,liebe Sophia, lass deine Finder heile-durch saugen werden sie viel länger und dünner– dann sind es lt. Volksmund Spinnenfinger– die wünsche ich dir nicht. Also, mach s` gut ungviele Grüsse aus dem nun herbstlichen Hx. Chiao
Attentation, ma chery, Mamma ante portas.. Herzlichst Opa