In der letzten Woche ist nicht so viel passiert, wenn man es in Fotos von Wanderungen und neuen Orten aufwiegt. Wenn man jedoch meine neu gewonnenen Bekannt- oder Freundschaften zählt, ist doch einiges passiert.

Nachdem ich das Ende der Lofoten, also den Ort A erreicht hatte, bin ich langsam zurück gefahren. Ich hab in Reine bei Anitas Sjomat angehalten und mir einen veganen Algenburger gegönnt. Echt lecker und sein Geld wert! (Und das WLAN in dem Laden war fantastisch) Das Wetter hat sich wieder zum schlechteren gewandt und es war Tags wie auch Nachts um die 10°C kalt. Somit habe ich uns eine Nacht aufm Campingplatz gegönnt, aber an meinem Geburtstag wollte ich in Unstad aufwachen und einschlafen, also musste die Reise eben etwas kälter weiter gehen. Abends hat Nox noch kurz zwei Tiroler für uns kennen gelernt, die im T5 neben uns standen.

Mein Geburtstag
Auf dem Morgengassi hat Nox erstmal einen holländischen Surfer kennen gelernt. Später kam er nochmal mit Familie und Baby in Nox‘ Alter zum Hund kuscheln. Jetzt wissen wir, Nox mag auch Babys, hauptsache er wird gestreichelt. Auf dem Gassi haben wir auch gleich den Wetsuit ausgeliehen weil die Surfvorhersage für meinen Geburtstag exzellent aussah. Nach dem Frühstück habe ich mich noch etwas mit den Tirolern verquatscht. Die wollten nach dem Klettern wieder nach Unstad zurück fahren und wir haben noch Kontaktdaten ausgetauscht, damit wir uns auch wiederfinden. Dann war ich Geburtstagssurfen…puh, letztes Mal waren die Wellen besser oder ich signifikant jünger. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht.
Weil ich keine Lust auf Kochen und Abwasch hatte, hab ich mir überlegt das einzige Restaurant in Unstad auszuprobieren und einen Tisch für eine Person reserviert. Das Essen war ganz okay. Aber dafür war ich umso froher als dann Lisi, aus Tirol, schrieb, ob wir nicht zu meinen Ehren was trinken gehen wollen. Also meinte ich sie und Gabriel sollen einfach dazu kommen, n Tisch hab ich ja schon. Und so saßen wir dann noch eine Zeit im warmen und haben uns über alles und nichts unterhalten, wie sich das gehört unter Reisenden.
Als wir zurück zum Strand gingen, hab ich noch zwei Surfer im Wasser gesehen und dachte ich kann mir meinen Wunsch vom Geburtstagssurffotografieren auch noch erfüllen. Leider waren sie weg, als ich Nox und die Kamera geholt hatte. Jedoch ging gerade eine junge Surferin ins Wasser. Ihre Mutter hat am Strand ein wachsames Auge auf sie geworfen. Ich hab dann noch ein bisschen mit ihnen geredet und ein paar Fotos gemacht. Achja, es wird übrigens wieder ‚dunkel‘ nachts. Zumindest für ein paar Stunden. Bin ich gar nicht mehr gewöhnt.

Mein/Unser Geburtstagskuchen
Am nächsten Tag fiel der Abschied schon etwas schwer. Aber ich wurde schon nach Tirol eingeladen, also werde ich sie wohl früher oder später wiedersehen. Ich bin dann Richtung Osten aufgebrochen, okay, nicht ganz. Ich musste noch kurz eine weitere Fleecedecke kaufen und dann nach Osten fahren, wo ich mich mit Vicky und Julia aus der Schweiz verabredet hatte. Die kenne ich von der Vanlove Girls Gruppe, was würde ich nur ohne das Internet machen: vermutlich mit mehr Rentnern befreundet sein. Vicky fährt übrigens fast den gleichen Bulli wie ich. Wir haben abends und morgens noch lecker zusammen gekocht.
Am nächsten Tag, haben wir, aufgrund des ziemlich verregneten Wetters beschlossen im Cafe des Hostel Furu einzukehren und Karten zu spielen. Das war die denkbar beste Entscheidung, weil sowohl die heiße Schokolade und der schwedische Schokoladenkuchen großartig waren. Achja, Vicky und ich teilen uns einen Geburtstag haben wir heraus gefunden, also war das quasi unser Geburtstagskuchen.
Dann blieb nurnoch ein Ziel auf meiner Lofoten To-Do Liste: Henningsvaer. Das hab ich mir gestern dann auch noch angesehen (vorher war dort ein Festival, also hab ich den Besuch verschoben). Dafür, dass es das Venedig der Lofoten heißt, hätte ich etwas mehr erwartet…man sollte Venedig-vergleiche verbieten, das schafft nur unrealistische Erwartungen.

Ein gebührender Abschied von den Lofoten
Abends hab ich dann überlegt lieber die frühe Fähre zurück ans Festland am nächsten Tag zu nehmen, weil der Seegang besser ist und ich keine Lust auf mehr Übelkeit hatte. Überraschend kam dann noch ein Anruf von Clem, dass sie unterwegs ist in meine Richtung und später noch ankommt. Also war es eine sehr kurze Nacht am Fähranleger, weil Clem und ich noch so viel gequatscht haben und noch mit den Hunden spazieren waren. Die haben sich auch gefreut. Nox, der Idiot, hat natürlich Hope angebellt, als der im Wohnmobil saß und dann als er ihn riechen konnte, war er auf einmal leise und freudig aufgeregt. Es war schön, die zwei noch einmal zu sehen. Und die Fähre war auch so ruhig, dass ich etwas Schlaf nachholen konnte.

Jetzt stehe ich auf einem Campingplatz und warte, dass bei ca. 17°C (ENDLICH) und Sonne (ENDLICH) meine Wäsche trocknet. So…jetzt muss ich mir noch überlegen, was ich so in der nächsten Etappe sehen will.