Ich balanciere auf einem Baumstamm direkt vorm Poco Azul (einem türkisen Tümpel)

Das Dschungelbuch Teil 2

Ich habe ja gestern schon von unserer Unterkunft geschwärmt…heute morgen habe wir in der Sonne auf der Terrasse gefrühstückt. Mit lokalen Spezialitäten, wie süßem Brot, Ananas, Milch von Azorischen glücklichen Kühen, die wir vermutlich schon getroffen haben und naja Cornflakes, oh und Osaft.

Zuerst sind wir nach Nordeste gefahren, aber da gab es nichts zu sehen, also sind wir Wandern gefahren.

Ouff! Angepriesen waren 4.5km in 2h…das ich nicht lache, das schafft nur Chuck Norris in der Zeit…zudem müsste er noch fliegen können, weil nicht eingeplant ist vom Endpunkt der Wanderung zum Anfang/Auto zurück zu kommen. Erst ging es 200-300 Meter runter zum Meer und dann im Zickzack wieder hoch und runter. Wären die Wasserfälle und die dazugehörigen Seen nicht so schön gewesen, hätten wir, wie die meisten Touristen wahrscheinlich schon früher aufgegeben. Nach dem ersten Wasserfall ging es erstmal schön steil durch den Dschungel hoch. Dann wieder runter zu einem See. Dann wieder hoch und runter zu einem Doppel-Wasserfall!!!

Es war schon wirklich wunderschön dort. Dann ging es noch weiter durch den Dschungel bis zu einer Straße, die wir wiedererkannt haben, hier würden wir nachher zurück laufen, anstelle von diesem unbefestigten auf und ab im Dschungel. Aber noch hatten wir genug Kampfgeist um weiter zu gehen. Also sind wir über zwei Kuhwiesen und auch wieder ein paar hunder Meter Abstieg zu einem wunderschönen klaren blauen See mit Wasserfällchen gewandert.

Dort haben wir dann noch ein paar Fotos gemacht und beschlossen, dass wir nicht mehr genug Wasser dabei haben um die Wanderung fortzusetzen. Also sind wir lieber wieder zurück an den Kühen vorbei und an der Straße entlang zu unserem Fipsi gelaufen. Dann hatten wir die Idee zum anderen Ende der Wanderroute zu fahren um die letzten zwei Wasserfälle der Route sehen zu können…aber erneut endete eine Straße mit gefühlten 40% Gefälle im niergendwo und wir haben aufgegeben.

Dann sind wir einfach direkt zu unserer neuen Unterkunft gefahren und von dort zum Strand. Während wir zuvor noch froh waren, dass die Sonne nicht schien, weil es auch so wirklich warm war beim wandern/Berge erklimmen, wäre jetzt ein wenig Sonne echt nett gewesen. Gut es war ohnehin so windig und das Meer war so unruhig, dass man nicht einmal darauf hätte surfen wollen…Aber es hat Spaß gemacht den mächtigen Wellen beim wachsen und brechen zuzusehen.

Nach einer Weile sind wir dann weiter nach Ribeira Grande gefahren. Wir sind kurz durch die Stadt geschlendert und haben es dann wie dir Portugiesen gemacht: uns gemütlich auf eine Bank gesetzt und geredet. Wir saßen am Rande eines Platzes auf dem junge Skater unterwegs waren, Kinder Rad gefahren sind und auf dem große alte Bäume standen.

Abends waren wir dann auch einmal schick essen, Gemüselasagne. Ja, sehr portugiesisch, ich weiß, aber was soll man tun, wenn jedes nationale Gericht Fisch oder Fleisch beinhaltet. Jetzt sind wir pappsatt wieder in unserem zuhause für die Nacht.

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