Okay, das ist auch ein erstes Mal…Meine App hat wohl gerade einen Fehler beim Bild hochladen gehabt und so ist der ganze fertige Blogeintrag verschwunden…eigentlich wollte ich nur die Bilder einfügen und dann vielleicht etwas dösen im Zug…nun gut, dann halt nicht!
Das Glück mit dem Wetter war erstmal vorüber. Die ganze Nacht hatte es gestürmt und geregnet, so sehr, dass wir es durch den Luftschaft hören konnten. Der bestmögliche Tag um sich Klippen anzusehen. Nichtsdestotrotz, sind wir durchs halbe Dorf gelaufen und haben den Bus genommen. Bei den Cliffs of Moher, sind wir dann zu ein paar Aussichtsplattformen mit hüfthohen Steinmauern gegangen. Diese haben an jenem Tag sicher vielen Leuten das Leben gerettet. Die Klippen selbst waren…naja es sind halt Klippen. Und vielleicht liegt es daran, dass ich das ja aus Portugal und von den Azoren und von England schon kenne. Aber es sind halt nur Klippen und ich verstehe bei weitem nicht, wieso alle das so beeindruckend finden. Das einzige, was diese Klippen können, was die anderen nicht können, ist WLAN. Und das hat der Mensch selbst installiert…und zwar ziemlich schlecht, es hat nämlich nicht funktioniert. Deshalb Cliffs of Meh…ein Ausdruck absoluter Mittelmäßigkeit.
In dem Bus zurück haben wir zwei Typen vom Boot vom Vortag getroffen. Im Bus nach Galway später haben wir einen anderen Typen vom Boot getroffen. Kleine Insel…also Irland, nicht nur Inis Mor.
Zwischendurch haben wir uns noch in einem idyllischen Pub aufgewärmt und zu Mittag gegessen.
In Galway war das Wetter leider nicht viel besser, außer, dass wir durch die Häuser windgeschützt waren. Unser Hostelzimmer war extrem klein und das einzige was dreckiger war, als der Boden, war das Badezimmer. Gott sei dank, sind wir da wieder raus.
Unsere zeit in Galway haben wir hauptsächlich mit rumlaufen und bummeln verbracht. Es ist eine wirklich schöne Stadt, wenn es einmal nicht regnet oder in 20 Minuten wieder regnet. Wir haben möglichst wenig Zeit im Hostel verbracht und oft ausserhalb gegessen. Highlights waren ein vegetarisches Cafe, eine Falaffel Bar, ein Eisladen, den wir schon in Dingle besucht hatten, ein Besuch im Kino, ein Spaziergang zu Salt Hill, der Promenade von Galway am Galway Bay

und ein Besuch in einem Pub etwas ferner ab der Touristischen Route mit authentischer Tred Musik (Irische Folksmusik mit z.b. Banjo, Dudelsack, Geigen und Akkordeon). Wir haben auch das Haus gesehen, in dem das Musikvideo Galway Girl von Ed Sheeran endet. (das blaue Haus mit dem einzelnen Dachfenster)

Galway ist bekannt für die Straßenmusiker/innen und das können wir nur bestätigen, es gibt bei gutem Wetter alle 20 Meter welche. Leider gibt es anders als in London kein Kommitee, welches auswählt, wer spielen darf. Somit gibt es auch einige Musiker, die kein Talent haben. Da hätten wir zum Beispiel einen Mann mit Karaoke Maschine, der in seiner eigenen Welt war und vermutlich nichtmal gemerkt hat, dass die Leute nicht mit ihm lachen. Ein weitere Typ spielte Gitarre oder Ukulele und hat dazu gesungen…jedoch hat er bei kaum einem Lied den Rythmus gehalten oder den Ton getroffen…als er dann Perfect von Ed Sheeran gespielt hat, welches bei Weitem nicht mein Lieblingslied ist (weder von dem Album als auch so), wollte ich ihm nur an die Kehle springen und das Mikrofon wegreißen. Was fällt dem denn ein, so ein schönes Lied zu verschandeln. Es gab aber natürlich auch gute Musiker und Musikerinnen, zum Beispiel die Frau und der Mann in unserem Alter, mit denen wir uns in Ennis schon für eine Stunde oder so einen schweigenden Anstarrwettbewerb geleistet hatten. Ob sie sich wohl an uns erinnert haben oder sich gefragt haben, wieso wir ihnen bekannt vorkommen?

SO. Jedenfalls ist nun unser Aufenthalt in Irland vorbei. Lisa fliegt gerade zurück nach Bremen und ich sitze in einem Zug nach Belfast, Nordirland. Von hier an gehts für mich ganz alleine weiter, das ist sicher auch ein Abenteuer…aber in ein paar Tagen sehe ich ja auch Caitlin.