Auf meiner Touri Bustour zum Giant’s Causeway haben wir einige Stops gemacht. Der erste war beim Carick Furguss Castle, einem Schloss und einer Statue von William of Orange. Er ist der Grund, warum es die orangen Mohrrüben gibt…wenn man dem Tourguide glauben schenken darf. Dort musste ich mich an den ganzen Mädchen vorbeikämpfen, die Fotos von einander für Instagram machten.

Als nächstes haben wir bei Carrick-a-Rede gehalten. Dort gibt es eine Hängebrücke, die Fischer damals aufgebaut haben, um von der Insel Carrick-a-Rede Lachse zu fangen. Die haben sie dann in der Region erstmal schön ausgerottet und bewiesen, dass der Mensch als Jäger schon ziemlich dumm ist. Man kann gegen Bezahlung sogar über die Brücke gehen, aber mit meiner Höhenangst, kann ich mir lustigeres vorstellen. Das stellte sich als gute Idee heraus, weil die Schlange wirklich lang war. So konnte ich einmal den Pfad entlang laufen und Fotos machen und dann auf der anderen Seite des Parkplatzes noch Richtung Strand wandern.

Der nächste Stop war ein Pub um Mittag zu essen. Natürlich konnte man nur im Vorraus bestellen, damit es schnell ging und das Menü hatte genau eine vegetarische Option. Ist Fleisch denn wirklich so unglaublich wichtig? Und soll ich mich wirklich über eine Option freuen oder gar dankbar sein? Die Option war Curry. Alle die mich kennen wissen, dass ich das nicht mag und wenns scharf ist auch nicht vertrage. Zum Glück wurde ich so erzogen (und wusste garnicht, dass wir an einem Pub halten) immer ein Picnic mitzunehmen und mich nicht auf irgendwen ausser mich zu verlassen. Somit habe ich genug zu essen dabei. Aber ein warmes Mittagessen wäre schon nett gewesen! und außerdem geht’s hier ums Prinzip.
Danach ging es direkt zum Giant’s Causeway. Dort empfahl…empfohl…empfiehl? Dort hat unser Guide uns die rote Route empfohlen. Die bin ich dann entlang gelaufen, zuerst oben entlang, dann ein paar duzent Stufen hinunter ans Meer zum Causeway. Das ist übrigens eine Ansammlung an hexagonal-geformten Steinen, die aus dem Boden ragen. Diese wurden durch vulkanische und seismologische Aktivitäten geformt, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich komme einfach nicht weg von diesen Vulkanen. Dort habe ich auch unterwegs Rebekah kennengelernt. Sie kommt aus Australien und reist gerade 6 Monate alleine durch Europa. Wir sind den Rest der Route zusammen gegangen und haben uns, weil wir noch etwa eine Stunde hatten, bis der Bus gefahren ist, zusammen ins Hotelcafe in der Nähe gesetzt und uns unterhalten. Sie ist wirklich nett und hat auch einen Hund zuhause, der sie vermisst….wie geht’s meinem Stinkerchen eigentlich? Ich probiere nicht so viel an sie zu denken, weil mich das nur traurig macht, weil ich sie vermisse.

Dann haben wir noch einen letzten Stop bei … Castle gemacht. Im Hintergrund sieht man Portrush…dort wollte ich heute eigentlich surfen gehen, aber leider habe ich mir wohl eine Erkältung eingefangen…musste mir vor der Abfahrt heute morgen erstmal ein paar Halstabletten kaufen.

Nach der Tour sind Rebekah und ich noch in der Stadt Essen gegangen und haben uns dann verabschiedet. Jetzt sitze ich auf der Fähre nach Schottland und suche mir gleich erstmal ein nettes Örtchen zum Dösen…ich bin schon seit 4.45 wach.