Ein rostiges Schiffswrack im türkisblauen Meer

Inselhüpfen und Schatzsuchen

Hier gibt es meist für jeden ein Abschlussgrillen, also auch für mich. Es gab viele vegetarische Optionen und die Cocktails, eine Tradition, die die Jungs eingeführt haben, waren alle alkoholfrei. Wir haben auf den Bänken getanzt und zu 80 Musik gesungen. Nachts sind wir noch schwimmen gegangen und weil doch keine Bahn mehr fuhr und die Taxis gestreikt haben, hat unsere großartige Chefin uns Heim gefahren.

Meinen letzten Tag in Athen habe ich damit verbracht zu packen, was auch sonst, und ein Paket zu suchen, weil die Post keine Pakete mehr hatte…ich habe jetzt einen Pappkarton, der für Baby Nemo benutzt wurde, vom Center bekommen und verkleinert. Meine Sachen riechen schließlich eh schon alle nach Schildkröte und Fisch, da kommt es auf das Paket auch nicht mehr an.

Mittags durfte ich dann Koen noch einmal eine Spritze und eine Infusion verpassen und ihn später mit Hugo durch die Gegend tragen, weil die eine feine Prinzessin einfach nicht für diesen Job geeignet ist, sich nichts zutraut und keine Kraft hat. Zitat Hugo: „So waren wir nicht, als wir angefangen haben“ Recht hat er.

Eirini hat mich mit den Worten, du bist eine der Guten und komm doch bitte wieder, verabschiedet. Tage vorher kam schon einmal von ihr und Mike „bleib doch noch etwas…so ein, zwei, drei, vier Jahre“. Ich werde sie und die Arbeit auch vermissen. Achja, Sylvan habe ich auch noch einmal gefüttert…Wie dem auch sei, ich habe dann mit Hugo und Toni noch den Anfang von einem Film gesehen, beide gedrückt, für den Fall, dass ich sie Montag nicht sehe oder es nicht klappt und bin dann zum Hafen gefahren.

Auf dem Schiff haben Ioanna und ich hauptsächlich geschlafen, was erstaunlich gut funtionierte, weil es so ein herrlich summendes Geräusch macht. Als wir auf Milos angekommen sind, sind wir erstmal zu einem Strand und sind schwimmen gegangen. Später haben wir uns dann ein Auto gemietet, eingecheckt und sind nach Sarakiniko gefahren, der Strand dort ist einfach unbeschreiblich…

Und eigentlich kein Strand. Vom Wasser aus haben wir ein Schiffswrack entdeckt, welches ich dann von einem anderen Strand aus etwas umschnorchelt habe.

Von dort ging es nach Mandrakia zum Mittagessen und dann nach Tsigrado. Ein schöner einsamer Strand, zu dem man etwas runterklettern muss…es war aber so viel Seegrass im Wasser, dass wir dann doch nicht schwimmen gegangen sind, also habe ich angefangen Plastik aufzusammeln. Irgendwann kamen ein Grieche und eine Dänin an den Strand und haben freudig mitgesammelt. Das war eine tolle Erfahrung, wie man Leute positiv beeinflussen kann.

Danach sind wir nach nebenan zu Fyriplaka gefahren, der Strand ist auch nicht direkt zu erreichen und man muss um einige Ecken gehen, aber er ist riesig und hatte ein paar Klasse Wellen, ich wünschte, ich hätte ein Surfboard dabei gehabt. Leider war dort ähnlich viel Seegrass, so dass wir uns das Zeug noch den ganzen Abend aus den Haaren gepult haben.

Den Sonnenuntergang haben wir uns von Klima angeschaut, eine Ansammlung von Bootshäusern mit bunten Türen, die wir schon bei der Einfahrt nach Milos wahrgenommen hatten. Danach sind wir wieder nach Adamadas gefahren, wo wir unser Appartment haben und haben Crepe und Eis gegessen, sehr gesund.

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich eine Bootstour machen zu ein paar sehnswerten Klippen zu machen, aber wie mein Glück es mir schon in Schottland beschwert hat, war der Wind zu stark und wir mussten ein anderes Programm raussuchen. So sind wir über Straßen, die schlechter waren als so manch ein Feldweg in Deutschland, zu einem verlassenen Bergwerk mit einem schönen Strand vor der Tür gefahren. Das war wirklich interessant und durch die Baustrukturen, gab es auch ein wenig Schatten für meine blasse Haut..ich stoße hier wirklich schnell an meine Grenzen, selbst mit Lichtschutzfaktor 50.

Wir haben zwei deutsche Mädchen in unserem Alter noch bis zu ihrem Auto mitgenommen, weil sie unter 23 (Versicherungsalter, welches ich endlich erreicht habe, JUHU) waren und Angst ums Auto hatten. Von dort sind wir dann zu einem Klippenstrand namens Papafragas gefahren…das Wasser war dort so garnicht klar, also haben wir es eine Bucht weiter noch einmal probiert.

Den Sonnenuntergang haben wir uns an dem Tag von einem Berg in Plaka angesehen. Sehr beliebt bei den Touris. Danach sind wir dann zu einem Restaurant gegangen, was bekannt ist für seine traditionellen hausgemachten Tagliatelle mit Knoblauchsauce. Kann ich nur empfehlen, wir saßen draußen auf einer Terrasse mit Meerblick, so lange es noch hell war. Danach gabs dann noch ein Eis in Adamas.

Heute haben wir uns Pollonia angesehen und dort einen famosen Schokoladenkuchen verdrückt, der gleich als Mittagessen, Kaffeklatsch und Teil des Abendessens gerechnet werden kann. Aber die Athmosphäre in dem Café war einmalig niedlich, wie auf einer kreativen Terasse in einem schönen Garten.

Dann sind wir noch etwas durch Adamas gefunden und haben einen unheimlich niedlichen Laden namens Faskomilo gefunden. Dort gibt es alles von Bambuszahnbürsten bis hin zu Baumwolltaschen von lokalen Designern. Alles was das Herz begehrt und die alte Dame, die den Laden betreibt war wirklich liebenswert. Sie hat uns Kekse gegeben, einen kleinen Anhänger, weil ich keine Verpackung wollte und hat Ioanna alles über jedes Produkt verraten.

Jetzt sitzen wir in der Fähre nach Athen…morgen gehts dann weiter nach Angistri.

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