Im Land der Wasserfälle

Seit wir die Mageroya verlassen haben, geht’s mir schon wieder viel besser, habe das Pech wohl da gelassen. Wir haben diverse Zwischenstopps gemacht und waren auch wieder in Alta, diesmal in einem AirBnb um Wäsche zu waschen und zu duschen…spannend, ich weiß, aber das Vanlife ist eben nicht nur Parken mit Aussicht und Baden im Fjord. Oh, aber dafür wurden wir die ganze Nacht von extrem lauten Möwen wach gehalten, weil in der Nähe ein Möwennest war und die drei Jungtiere durch die Gegend gewatschelt sind und die Eltern sie immer laut angemeckert haben. Keine Rücksicht auf die „Nachtruhe“ tztztz.

Nach Alta haben wir dann auch endlich im Museum von Hjemmeluft gehalten. Dort sind Felsritzungen und -malereien ausgestellt die bis zu 7000 Jahre alt sind. Diese kann man auf einer kleinen Wanderung um das eigentliche Museum herum ansehen und das Beste daran: Nox durfte auch mit.

Felsritzung von vor 6000-7000 Jahren, die die Rentierjagd darstellt. Die Ritzungen sind schwer zu erkennen, also wurden sie mit roter Farbe ausgefüllt.

Das Museum war eine schöne interessante Wanderung, wir haben gelernt, dass man auf Rentiere auch im Wasser mit Booten Jagd gemacht hat und man bei Bären nach dem Winterschlaf vor der Höhle gewartet hat, bis sie mit den Jungtieren raus kamen und die ganze Bärenfamilie ermordet hat…typisch Mensch! Wir wurden leider vom Regen überrascht und haben uns die zweite Hälfte ohne das vom Wasser aufgeweichte Heftchen mit Erklärungen angesehen.

Der Regen war ein eindeutiges Zeichen, dass wir weniger Kultur und mehr Natur machen sollten. Also sind wir am nächsten Tag zu diesem schönen Wasserfall names Fosselvfossen gewandert. Die Wanderung war zwar „nur“ 3km lang, dafür ging sie die Hälfte konstant Bergauf. Aber bei der Aussicht kann man sich nicht beschweren.

Die Aussicht von Fosselvfossen

Als ich ein Foto gemacht habe, bellt Nox plötzlich etwas hinter mir hysterisch an…Oh Gott, ein Elch, Bär, Rentierherde?? Nein, ein Schaf. Ein einzelnes Schaf am Horizont und mein dämlicher Schäferhund bricht in Panik aus. Gut, dass aus dem nie ein Arbeitstier geworden ist.

Fosselvfossen

Weil Wasserfälle einfach wunderbar sind, sind wir dann gestern zu noch einem gewandert…nur waren es diesmal 8km…aber dafür gibts heute n Ruhetag! Und die Wanderung war auch wirklich schön. An einem Kanyon entlang, an einer geschlossenen Miene vorbei und durch ein paar süße „Wälder“ (kann man an der Baumgrenze kaum so nennen, wenn die Bäume nicht mehr so groß und eher buschartig sind, aber okay) und durch ein Feld was sicher schon oft für Fotoshootings genutzt wird, so malerisch wie es war. Aber hier das eigentliche Juwel der Wanderung…oder Juwelen, weil ich persönlich zähle da drei Wasserfälle.

Fossefall

Über den Kanyon führte eine sehr solide Brücke (Hallelujah, alles andere wäre es mir auch wert gewesen den selben Rückweg zu nehmen), jedoch hat der Hund seine Höhenangst entdeckt und so wollte er nachdem er einmal runter gesehen hat, nicht mehr weiter und ich durfte ihn tragen. Dann sind wir noch 4km, die etwas entspannter waren (der Weg für die Faulen, die bis zum letzten Parkplatz fahren und die Straße zu dem Parkplatz),  zurück zu Tiffy gewandern und sind nach dem Abendessen (Nudelnerbsenmöhren für uns beide) zu diesem absolut wunderschönen Platz gefahren, wo wir auch jetzt noch sind, weil man hier genauso gut schreiben kann, wie anderswo, vielleicht sogar besser.

Liebe Grüße von …naja, hier halt.

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